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Ein ausführlicher Rückblick auf die Preisverleihung und die Präsentationen der Finalisten

Der Aquamax gilt seit vielen Jahren als einer der inspirierendsten Wettbewerbe der Bäderbranche. Er zeigt, wie kreativ, verantwortungsbewusst und praxisnah Bäder, Betreiber:innen und Partnerunternehmen in Deutschland arbeiten. Auch in diesem Jahr – bei der 23. Ausgabe – wurde das eindrucksvoll deutlich.

Im Mittelpunkt des Siegerfotos steht Timo Ukena (Aquaferrum), der den Wanderpokal für seine Kampagne #initiativeaugenblick entgegennehmen durfte. Zur Seite stehen ihm die Zweitplatzierten Marcus Werner und Carolin Böhling von der Bädergesellschaft Düsseldorf sowie Fabian Friese und Lennart Opgen-Rhein vom Team des „Waikiki Open Air x dinamare“, das Platz drei belegte. Durch die Preisverleihung führte wie immer sicher und kompetent Dietmar Altenburg (Altenburg Unternehmensberatung).


🥇 1. Platz – „#initiativeaugenblick“ (Aquaferrum) – eine Kampagne, die Kinderleben retten kann

Der diesjährige Siegerbeitrag ist mehr als Marketing – er ist eine bundesweite Aufklärungskampagne zum Schutz von Kindern.

Die Grundidee ist so schlicht wie kraftvoll:

Ein Kind kann in 20 Sekunden lautlos ertrinken.

Dieser „Augenblick“ steht im Zentrum der Kampagne.

Entwickelt wurde #initiativeaugenblick von morbitzer media und Aquaferrum, finanziert durch viele Betriebe aus der Branche (fast alle agbad-Fördermitglieder) – ein außerordentliches Beispiel für Branchen-Engagement und Solidarität. Die Kampagne ist so angelegt, dass sie jedes Bad in Deutschland unkompliziert und kostenlos einsetzen kann.

Dazu gehören:

  • Plakat- und Grafikpakete
  • Social-Media-Materialien
  • Erklärvideos
  • Hinweise für Aktionen im Bad
  • Schulungs- und Hinweismaterialien für Eltern

Im Kern geht es darum, Menschen wieder für die Aufsichtspflicht am Wasser zu sensibilisieren. Viele Badeunfälle passieren nicht durch Leichtsinn der Kinder, sondern durch kurze Momente der Ablenkung – besonders durch Smartphones.

Die Jury und das Publikum zeigten sich gleichermaßen beeindruckt von der klaren Botschaft, dem professionellen Design und der starken Wirkkraft. Nicht zuletzt wurde hervorgehoben, dass diese Initiative gerade deshalb funktioniert, weil sie von der gesamten Branche getragen wird: Fördermitglieder, Bäder, Institutionen, Verbände – sie alle stehen dahinter.

🥈 2. Platz – „Denni Düssel“ (Bädergesellschaft Düsseldorf mbH)

Ein Hörspiel, das Wassergefahren kindgerecht erklärt

Der zweite Platz ging an ein außergewöhnliches Präventionsprojekt:

„Denni Düssel“ – ein Hörspiel für Kinder, das spielerisch über die Gefahren im und am Wasser aufklärt, insbesondere über die besonderen Risiken am Rhein.

Das Team um Marcus Werner und Carolin Böhling stellte nicht nur ein kreatives Format vor, sondern auch eines, das Kinder dort abholt, wo sie stehen:

  • mit Figuren, mit denen sie sich identifizieren können
  • mit einer Geschichte, die Emotion und Wissen verbindet
  • mit klaren Botschaften, die ohne Angst funktionieren

Das Hörspiel vermittelt, warum fließendes Wasser so gefährlich ist, was Strömung ausmacht, warum vermeintlich ruhiges Wasser trügen kann – und wie man sich richtig verhält. Vor allem Schulen und Familien profitieren von diesem Format, das leicht verfügbar und leicht verständlich ist.

Die Jury lobte besonders, dass Prävention hier nicht als Warnung, sondern als kindgerechte Wissensvermittlung umgesetzt wurde – sympathisch, zugänglich und pädagogisch wertvoll.

🥉 3. Platz – „Waikiki Open Air x dinamare“ (Dinslakener Bäder GmbH & Waikiki Open Air Events GbR)

Ein Sommer-Event, das Bad-Atmosphäre neu definiert

Dass Bäder längst nicht mehr nur klassische Schwimmbadbesucher:innen ansprechen, zeigte der dritte Platz:

„Waikiki Open Air x dinamare“ – ein Event, das seit 2023 jährlich stattfindet und weit über die Grenzen Dinslakens Aufmerksamkeit erzeugt.

Das Konzept von Fabian Friese und Lennart Opgen-Rhein verbindet:

  • Musik
  • Beach-Atmosphäre
  • Licht- und Bühnenelemente
  • Community-Gedanken
  • und die authentische Welt des Bades selbst

Das Ergebnis:

Ein Event, das junge Zielgruppen anspricht, Bindung schafft und dem Bad ein modernes, lebendiges Image verleiht. Die Zusammenarbeit von Badbetrieb und Event-Spezialisten zeigt, wie Kooperationen neue Energie freisetzen können.

Die Jury würdigte das Projekt als herausragendes Beispiel für erfolgreiche Markenbildung durch Erlebnisformate – ein Ansatz, der Schule machen könnte.

Der Aquamax als Spiegel unserer Branche

Die diesjährigen Beiträge zeigen, wie vielfältig die Herausforderungen und Chancen der Bäderwelt sind:

  • Sicherheit
  • Prävention
  • Community
  • Marke
  • Atmosphäre
  • gesellschaftlicher Auftrag

Alle diese Bereiche spiegeln sich in den Siegerbeiträgen wider. Der Aquamax ist deshalb nicht nur ein Wettbewerb, sondern eine Ideenplattform – ein Ort, an dem Impulse entstehen, Kooperationen wachsen und Projekte ihren Weg in die Branche finden.


Ein Netzwerk, das trägt – und Verantwortung übernimmt

Besonders deutlich wurde dieses Jahr, wie stark die agbad-Community zusammenhält. Die breite finanzielle und inhaltliche Unterstützung für #initiativeaugenblick ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie unser Netzwerk funktioniert:

  • schneller Austausch
  • gemeinsamer Wunsch zur Verbesserung
  • Fördermitglieder, die Verantwortung übernehmen
  • Synergien zwischen Wirtschaft, Kommunen und Bädern
  • gelebte Kooperation statt Wettbewerb

Und vor allem:

Der klare Wille, die Sicherheit und das Erleben in Bädern nachhaltig zu verbessern.


Fazit: Ein starker Jahrgang – und ein Signal für die Branche

Die Beiträge des Aquamax 2025 waren nicht nur inspirierend, sondern auch ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Verantwortung, die Bäder tragen. Von lebensrettender Aufklärung über kreative Prävention bis hin zu modernen Eventformaten: Dieses Jahr zeigte, wie vielfältig und innovativ Bäderkommunikation sein kann.

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern – und danken allen Teams, die ihre Ideen mit der Branche teilen.

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Bäder – kreativ, mutig und verantwortungsbewusst.